WARUM CHILE ? - Die kleine Geschichte des Chilenischen Weines


Im Jahre 1548 brachte der Spanische Priester Francisco de Carabantes die ersten Reben nach Chile. Etwa zur gleichen Zeit wurden in der nähe der Anden, in der damals unbewohnten Gegend um Curicó, die ersten wilden Weinstöcke der schwarzen Traube Moscatel (Muskat) entdeckt. Man schloss daraus, daß in Chile für den Weinanbau perfekte klimatische Bedingungen herrschen müssen. Der erste Winzer auf chilenischem Boden hieß damals Francisco de Aguirre, welcher auf seinem Land bei Copiapó die ersten Reben pflanzte um diese kommerziell zu nutzen und im Jahre 1551 die erste Weinlese einbrachte.

Im allgemeinen herrscht in Chile ein gemäßigtes Klima. Sehr warme Sommer in denen fast kein Regen fällt. Tagestemperaturen bis zu 32 Grad Celsius welche Nachts um bis zu 17 Grad absinken können. Bewässert werden die meisten Weingüter mit Schmelzwasser aus den Anden. Beste Konditionen um ein gesundes, kräftiges Wachstum der Pflanzen zu erreichen und Infektionen und Insektenbefall der Reben von Natur aus zu vermeiden.

Laut Aussage des Chilenischen Landwirtschaftsministeriums ist Chile das einzige Land in welchem die Traube Carmenère zur Zeit angebaut wird. Bis im Jahre 1994 wurde diese mit der des Merlot verwechselt. Ursprünglich aus Bordeaux nach Chile importiert konnte diese sich dort prächtig entfalten während in Frankreich im Jahre 1850 durch die Plage der Reblaus diese Traube total vernichtet wurde.

Die von den Winzern so gefürchtete aus Nordamerika stammende Reblaus konnte nie bis nach Chile vordringen. Bis zum heutigen Tage ist kein einziger Vorfall bekannt. Wohl auch begünstigt durch die natürlichen Grenzen. Im Westen der Pazifik und im Osten die Anden. Beginnend in Frankreich, Spanien und danach in Italien verbreitete sich das Insekt unaufhaltsam über den Rest der Welt und zerstörte damals fast alle Reben weltweit.
Bis auf eine einzige Ausnahme. CHILE ! Bis Heute ist diese unermessliche Zerstörung in der Landwirtschaft unvergessen.

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